Flachbildschirme / TFT Bildschirme
und Pixelfehler

 
 

TFT-Bildschirme werden immer flacher, beliebter und vor allem auch preisgünstiger:
TFT - Thin-Film-Transistors.
Diese Transistoren steuern die einzelnen Bildpunkte auf dem Bildschirm.
Der auffälligste Missstand bei TFT-Bildschirmen sind die so genannten Pixelfehler.
Ein 15-Zoll-Monitor mit einer gängigen Auflösung von 1024 x 786 Pixel besteht also aus circa 800.000 Bildpunkten, die sich wiederum aus drei Subpixel in den Farben Rot, Grün und Blau zusammensetzen. Jedes dieser Subpixel wird über einen Transistor gesteuert. In der Summe macht das also ungefähr 2,4 Millionen Transistoren, die für die Bildwiedergabe sorgen.
Wen wundert es, dass bei der hohen Anzahl von Bauelementen und dem komplexen Herstellungsprozess Pixelfehler auftreten
     

Grundsätzlich sind Pixelfehler bei TFT-Bildschirmen nicht zu vermeiden, dafür ist der technische Aufwand bei der Produktion zu groß. Um eine vergleichende Qualitätsbeurteilung von LC-Displays zu ermöglichen, erließ die ISO (International Standards Organisation) im vergangenen Jahr eine neue Norm. Bekannt unter der Bezeichnung ISO 13406-2, formuliert diese Norm neben ergonomischen Maßstäben für die Farbreinheit das Kontrastverhältnis, der Konvergenz und der Leuchtdichte auch eine Klassenunterteilung für Pixelfehler. Hierbei werden Pixelfehler in vier Klassen sowie in drei Typen und zwei Häufigkeitskriterien unterteilt.
 

Über das Häufigkeitskriterium wird einerseits festgelegt, wie oft der Fehlertyp I und II in einem bestimmten Bereich auftreten darf und andererseits wie häufig Pixelfehler des Fehlertyps III in dem gleichen Bereich vorzufinden sein dürfen. Anhand der Fehlertypen werden Klassen festgelegt:

  Fehlerklasse I    Highend-Geräte  
  Fehlerklasse II   Businessklasse  
  Fehlerklasse III   Low-Cost-Markt  
  Fehlerklasse IV   Ausschussware  

Bei einem Monitor der Fehlerklasse II muss man gegebenenfalls neun Fehlerpixel in Kauf nehmen. Welcher Fehlerklasse der Bildschirm entspricht, findet der Käufer in den technischen Angaben zu den Geräten. Hierdurch garantiert der Hersteller laut ISO-Norm, dass in der Serienfertigung diese Fehlerklasse eingehalten wird.

 
Fehlertyp Fehlerquelle Auftreten
I vollständig leuchtende Pixel weiß
II vollständig nicht leuchtende Pixel schwarz
III defekte Subpixel ständig leuchtend oder ständig nicht leuchtend
Fehlerklasse Typ 1 Typ 2 Typ 3 Max. Abstand Verbundene Defekte
I 0 0 0    
II 2 2 5 1 Defekt innerhalb von 5 mm 2 defekte Subpixel nebeneinander
III 5 15 50 2 Defekte innerhalb von 5 mm max. 2 defekte Subpixel nebeneinander
IV 50 150 500